Die Seeanemonen (anders Seerosen, Seenelken und Aktinien genannt, lat. Actinaria) sind mit den Weichkorallen verwandt. Charakteristisch für sie ist, dass sie über ein sehr starkes Toxin in ihren Nesselzellen verfügen.
Bei manchen Arten kann man selbstständige Wanderungen auf dem Aquarienboden beobachten. Deshalb ist es am besten, ein großes Aquarium zu kaufen und dort ein paar Seeanemonen der gleichen Art zu halten. Um diese Wanderungen zu beschränken, ist es empfehlenswert, die Aktinien auf einzelne mit Sand umgebene Steine zu setzen.
Viele Arten der Seeanemonen koexistieren sehr gut mit anderen Tieren, wie Porzellankrabben, Garnelen und Anemonenfische. Zu solchen symbiotischen Seeanemonen gehören die Arten Stichodactyla i Heteractis. Die Haltung solcher Partner in einem Becken kann eine der schönsten und interessantesten Erfahrungen bringen, die die Aquaristik zu bieten hat.
Die Aktinien ernähren sich vor allem von Plankton, deshalb muss man für sie richtiges Futter kaufen (Ersatzplankton, kleine gefrorene Krebstiere). Die Ernährung der Seeanemonen wird durch Zooxanthellen ergänzt. Man muss aber beachten, dass die Aktinien Raubtiere sind und bei passender Gelegenheit im Stande sind, kleinere Fische zu fangen und dann zu fressen. Dazu kommt es am häufigsten, wenn die Seenelken sehr hungrig sind.
Für die richtige Entwicklung brauchen die Seeanemonen viel Licht und auch einen starken Wasserstrom. Wichtig ist hier aber auch die Tatsache, dass sie schlecht auf die Wasserblasen der Pumpen reagieren.
Quellen:
Werner Baumeister: Meerwasseraquaristik
Dick Mills: Aquarienfische und Das Meerwasseraquarium
Seeanemonen im Aquarium
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